Padel Regeln 2026 — Vollständig erklärt

Alle wichtigen Padel-Regeln auf einen Blick: Aufschlag, Zählweise, Wandspiel, Fouls und Golden Point — verständlich für Anfänger, mit Beispielen und Praxistipps.

10×20 m
Court-Größe
2 vs 2
Doppel-Format
15/30/40
Zählweise
Best of 3
Sätze

⚡ Die 5 Grundregeln in 60 Sekunden

  1. Immer Doppel: Padel wird grundsätzlich 2 gegen 2 gespielt — kein Einzel.
  2. Aufschlag von unten: Diagonal in das gegnerische Feld, Schläger unterhalb der Hüfte, der Ball muss vor dem Schlag einmal aufspringen.
  3. Zählweise wie Tennis: 15, 30, 40, Spiel. Bei 40:40 entweder Einstand oder Golden Point (vorher abklären).
  4. Wände gehören dazu: Eigene Wände dürfen aktiv zum Zurückspielen genutzt werden. Direkt gegen die gegnerische Wand schlagen = Fehler.
  5. Ein Aufprall: Der Ball darf nur einmal auf dem Boden aufspringen, bevor er zurückgespielt werden muss.

📖 Auf dieser Seite

  1. Was ist Padel?
  2. Der Padel Court — Maße und Aufbau
  3. Spielerzahl und Teams
  4. Der Aufschlag — Schritt für Schritt
  5. Zählweise, Punkte und Golden Point
  6. Spiel über die Wände
  7. Fouls und Let-Situationen
  8. Die 10 wichtigsten Padel-Regeln
  9. Padel vs Tennis — Die Unterschiede
  10. Gratis: Padel-Regeln Spickzettel
  11. Häufige Fragen

Was ist Padel?

Padel ist eine Mischung aus Tennis und Squash und gilt aktuell als die am schnellsten wachsende Sportart Europas. Gespielt wird immer im Doppel auf einem geschlossenen Court, der mit Glaswänden und Metallgitter umgeben ist. Diese Wände gehören aktiv zum Spiel — und genau das macht Padel so besonders.

Wer Tennis kennt, findet sich bei der Zählweise schnell zurecht. Wer Squash kennt, versteht das Wandspiel intuitiv. Wer beides nicht kennt: kein Problem. Padel ist explizit so designt, dass Einsteiger nach wenigen Minuten ein flüssiges Match spielen können. Das offizielle Regelwerk wird von der Internationalen Padel-Föderation (FIP) festgelegt und ist weltweit einheitlich.

💡 Gut zu wissen: In Deutschland wird Padel seit etwa 2018 systematisch ausgebaut. 2026 gibt es bereits über 150 aktive Vereine und Anlagen — Tendenz stark steigend. Wenn du das Spiel lernen willst, lies auch unseren Padel-Lernguide für Anfänger.

Der Padel Court — Maße und Aufbau

Ein Padel-Court ist exakt 20 Meter lang und 10 Meter breit — also deutlich kleiner als ein Tennisplatz. Genau diese kompakte Größe sorgt dafür, dass die Wände jederzeit erreichbar bleiben und das Spiel dynamisch wird.

Der Boden besteht meist aus Kunstrasen mit feinem Sand, der für gute Standfestigkeit und kontrollierte Ballabsprünge sorgt. In der Mitte teilt ein Netz den Court — etwas niedriger als beim Tennis: 88 cm in der Mitte, 92 cm an den Pfosten. Die Aufschlaglinien (oft "T-Linien" genannt) liegen 6,95 Meter hinter dem Netz und unterteilen das Aufschlagfeld in zwei Hälften.

ElementMaßHinweis
Court-Länge20,00 mFIP-Standard
Court-Breite10,00 mFIP-Standard
Netzhöhe Mitte88 cmNiedriger als Tennis
Netzhöhe Pfosten92 cmBeidseitig identisch
Aufschlaglinie6,95 mVom Netz nach hinten gemessen
Wandhöhe (Glas)3,00 mHinten und seitlich
Gitterhöhe4,00 mÜber dem Glas

Die hinteren Wände sind komplett aus gehärtetem Sicherheitsglas, ebenso die ersten 2 Meter der Seitenwände. Der Rest besteht aus Metallgitter. Diese Konstruktion ist wichtig zu verstehen, denn: Glas reflektiert den Ball berechenbar, das Gitter unregelmäßig. Ein Ball, der gegen das Gitter springt, verliert deutlich Energie und Spin — wer das früh versteht, hat einen taktischen Vorteil.

Spielerzahl und Teams

Padel wird ausschließlich im Doppel gespielt — zwei Spieler gegen zwei Spieler. Anders als beim Tennis gibt es offiziell kein Einzel im Wettkampf, weil der Court für eine Person zu groß wäre und das Spiel an Dynamik verlieren würde.

Innerhalb eines Teams stehen die beiden Spieler meist nebeneinander, einer auf der rechten ("Forehand"), einer auf der linken Seite ("Backhand"). Die Positionen können während eines Ballwechsels frei getauscht werden. Nur beim Aufschlag müssen die Aufschlagseiten konsequent gewechselt werden — dazu mehr im nächsten Abschnitt.

💡 Tipp für Anfänger: Wenn du Padel zum ersten Mal spielst, wähle die rechte Seite (Forehand). Dort kommen erfahrungsgemäß weniger entscheidende Bälle an, du kannst dich erstmal auf Schlagtechnik und Stellung konzentrieren.

Der Aufschlag — Schritt für Schritt

Der Aufschlag im Padel unterscheidet sich grundlegend vom Tennis: Er wird immer von unten gespielt, mit dem Schläger unterhalb der Hüfthöhe. Das macht ihn deutlich einfacher als einen Tennis-Aufschlag — aber auch weniger durchschlagskräftig. Wer den Aufschlag konsequent platziert, hat trotzdem einen klaren Vorteil.

Position und Ablauf

  1. Position einnehmen: Du stellst dich hinter die Aufschlaglinie. Beide Füße müssen hinter der Linie bleiben, bis der Ball getroffen ist. Mindestens ein Fuß muss während des Aufschlags den Boden berühren.
  2. Ball fallen lassen: Du lässt den Ball aus der Hand fallen — kein Werfen. Der Ball muss einmal hinter der Aufschlaglinie aufprallen, bevor du ihn schlägst.
  3. Schlag von unten: Der Treffpunkt muss unterhalb der Hüfte liegen. Wird der Ball höher getroffen, ist es ein Fehler.
  4. Diagonal ins Feld: Der Ball muss diagonal in das gegenüberliegende Aufschlagfeld fliegen — also vom rechten Aufschlagfeld in das linke des Gegners (und umgekehrt).
  5. Erster Bodenkontakt: Der Ball muss zwischen Netz und Aufschlaglinie des Gegners aufkommen. Berührt er die Linien, gilt er als gut. Springt er danach gegen die Wand und verlässt den Court über das Gitter, ist es ein Fehler.

Zwei Versuche pro Aufschlag

Wie beim Tennis hast du zwei Versuche: Ist der erste Aufschlag ein Fehler, darfst du einen zweiten machen. Ist auch der zweite ein Fehler ("Doppelfehler"), geht der Punkt an das gegnerische Team. Berührt der Ball beim Aufschlag das Netz und landet trotzdem regelkonform im Feld, ist es ein Let — der Aufschlag wird wiederholt.

Aufschlag-Reihenfolge

Innerhalb eines Teams wechselt der Aufschläger nach jedem gewonnenen oder verlorenen Spiel (nicht nach jedem Punkt). Ein typischer Ablauf:

Innerhalb eines Spiels wechselt der gleiche Aufschläger zwischen rechter und linker Aufschlagseite — nach jedem Punkt.

⚠️ Häufige Anfängerfehler beim Aufschlag:

Zählweise, Punkte und Golden Point

Die Padel-Zählweise ist identisch mit Tennis — wer Tennis schon mal gespielt oder gesehen hat, kann das überspringen. Für alle anderen: die Logik wirkt am Anfang ungewohnt, ist aber schnell verinnerlicht.

Punkte innerhalb eines Spiels

Ein Spiel ("Game") wird in vier Punktestufen gezählt:

PunktBezeichnungErklärung
0NullStartwert. Im Englischen "Love".
115Erster gewonnener Punkt
230Zweiter gewonnener Punkt
340Dritter gewonnener Punkt
4SpielVierter Punkt — Spiel gewonnen

Der Aufschläger sagt vor jedem Punkt den Spielstand an — zuerst der eigene, dann der gegnerische. Beispiel: "30:15" bedeutet zwei Punkte für das aufschlagende Team, einen für das Returnteam.

Einstand und Vorteil

Steht es 40:40, spricht man von Einstand ("Deuce"). Ab hier gibt es zwei Wege, das Spiel zu entscheiden:

💡 Golden Point in der Praxis: In Freizeitspielen und auf Profi-Turnieren ist Golden Point inzwischen Standard — er macht Spiele schneller und spannender. Vor dem Match abklären, welche Variante gespielt wird. Im Vereins- und Hobbysport meist Golden Point, in manchen Ligen klassische Vorteilsregel.

Sätze und Match

Mehrere Spiele ergeben einen Satz: Wer zuerst 6 Spiele mit mindestens 2 Spielen Vorsprung gewinnt, hat den Satz für sich entschieden. Bei 5:5 wird auf 7:5 weitergespielt. Steht es 6:6, kommt ein Tiebreak: Hier wird auf 7 Punkte mit 2 Punkten Vorsprung gespielt — Zählweise einfach 1, 2, 3 (nicht 15, 30, 40).

Ein Match geht meist über 2 Gewinnsätze ("Best of 3"). Bei großen Turnieren manchmal auch Best of 5. Die Seite des Courts wird nach jedem ungeraden Spielstand (1:0, 2:1, 3:2 …) gewechselt.

🔔 Update 2026: Die FIP hat einige Regeln für 2026 angepasst — insbesondere rund um Material- und Aufschlag-Vorgaben. Wir bauen aktuell eine eigene Übersichts-Seite dazu — bis dahin hilft der offizielle FIP-Rules-Bereich weiter.

Spiel über die Wände — Das Besondere an Padel

Das Wandspiel ist der zentrale Unterschied zwischen Padel und Tennis. Wer einmal verstanden hat, wie man die Wände aktiv nutzt, hat den Sport im Kern begriffen — und kann auch gegen technisch stärkere Gegner mit Köpfchen punkten.

Grundregel: Erst Boden, dann Wand

Die wichtigste Regel: Der Ball muss immer zuerst den Boden berühren, bevor er die Wand trifft. Springt der Ball vom Schläger direkt gegen die Wand auf der eigenen Seite, ohne vorher den Boden zu berühren, ist es ein Fehler.

Anders herum gilt: Ein vom Gegner geschlagener Ball, der bei dir aufkommt und danach gegen deine eigene Wand springt, ist weiterhin im Spiel. Du darfst ihn nach der Wandberührung normal zurückspielen — solange du ihn schlägst, bevor er ein zweites Mal den Boden berührt.

Eigene Wände aktiv nutzen

Du darfst deine eigenen Wände aktiv einsetzen — sowohl die hintere Glaswand als auch die Seitenwände. Drei Standardsituationen:

Gegnerische Wände sind tabu

Du darfst den Ball niemals direkt gegen die gegnerische Wand schlagen, ohne dass er vorher dort auf dem Boden aufkommt. Das gilt für Glaswände und Gitter. Ein Ball, der ohne Bodenkontakt gegen die gegnerische Wand fliegt, ist ein Fehler — Punkt für den Gegner.

Erlaubt ist dagegen der "Bajada" oder "Salida por arriba" — ein Schlag, bei dem der Ball über das Gitter aus dem Court geflogen wird und draußen herum gespielt wird. Das ist allerdings eine Technik für Fortgeschrittene und braucht Übung.

💡 Anfänger-Strategie: Konzentriere dich in den ersten Wochen auf die hintere Glaswand. Die meisten verlorenen Punkte bei Einsteigern entstehen, weil sie Wandbälle zu früh schlagen — direkt nachdem der Ball den Boden berührt hat. Warte stattdessen, bis der Ball von der Wand zurückkommt. Dann hast du mehr Zeit und besseren Treffpunkt.

Fouls und Let-Situationen

Im Padel gibt es klare Regeln, wann ein Ball als Fehler gilt — und wann ein Punkt wiederholt wird. Die meisten dieser Situationen treten in Hobby-Spielen täglich auf, deshalb hier die wichtigsten im Überblick.

Was zählt als Fehler?

Let-Situationen (Wiederholung)

Ein "Let" bedeutet: Der Punkt wird wiederholt, ohne dass jemand einen Fehler bekommt. Die häufigsten Let-Situationen:

⚠️ Wichtig im Hobby-Spiel: Im Freizeit-Padel ohne Schiedsrichter klären die Spieler strittige Situationen selbst. Faustregel: Im Zweifel wiederholen. Das ist immer fairer als auf Recht zu pochen — und macht das Spiel angenehmer für alle.

Die 10 wichtigsten Padel-Regeln auf einen Blick

Wenn du nur eine Sektion dieser Seite verinnerlichen willst, dann diese. Diese 10 Regeln decken 95 % aller Spielsituationen ab, mit denen du in deinen ersten Wochen konfrontiert bist.

1
Doppel ist Pflicht. Padel wird immer 2 gegen 2 gespielt — kein Einzel.
2
Aufschlag von unten. Schläger unter Hüfthöhe, Ball muss vor dem Schlag einmal aufprallen.
3
Diagonal aufschlagen. Vom rechten Aufschlagfeld ins linke des Gegners (und umgekehrt).
4
Zwei Versuche pro Aufschlag. Wie beim Tennis. Doppelfehler = Punkt für Gegner.
5
Zählweise: 15, 30, 40, Spiel. Bei 40:40 entweder Einstand oder Golden Point — vorher abklären.
6
Ein Bodenaufprall. Der Ball darf nur einmal den Boden berühren, bevor er zurückgespielt werden muss.
7
Eigene Wände sind aktiv im Spiel. Aber: Erst Boden, dann Wand. Direkt gegen die Wand schlagen = Fehler.
8
Gegnerische Wand nur indirekt. Der Ball muss erst auf dem gegnerischen Boden aufkommen, bevor er deren Wand berührt.
9
Netz nicht berühren. Weder mit Körper noch mit Schläger. Auch nicht übergreifen.
10
Im Zweifel wiederholen. Ohne Schiedsrichter regelst du strittige Situationen fair mit deinen Mitspielern.

Padel vs Tennis — Die wichtigsten Unterschiede

Viele Padel-Anfänger kommen vom Tennis. Auf den ersten Blick wirkt vieles vertraut — Schläger, Bälle, Zählweise. Auf den zweiten Blick ist Padel aber ein eigenständiger Sport mit fundamental anderen Mechaniken. Hier die wichtigsten Unterschiede in der Übersicht:

MerkmalPadelTennis
SpielformatNur Doppel (2 vs 2)Einzel oder Doppel
Court-Größe20 × 10 m23,77 × 10,97 m (Doppel)
WändeGlas und Gitter, aktiv im SpielKeine Wände
SchlägerMassiv, ohne Saiten, perforiertMit Saiten bespannt
BälleWie Tennis, aber weniger DruckStandard Tennis-Bälle
AufschlagImmer von unten, unter HüfthöheMeist von oben über Kopf
Netzhöhe88 cm Mitte / 92 cm außen91,4 cm Mitte / 107 cm außen
Zählweise15/30/40/Spiel (identisch)15/30/40/Spiel
LernkurveSchnell spielbar in 1-2 StundenMehrere Wochen bis zum ersten Match

Die wichtigste Konsequenz für Tennis-Spieler: Du musst deine Schlagtechnik anpassen. Volle Tennis-Ausholbewegungen funktionieren auf einem Padel-Court nicht — die Wände sind zu nah. Wer als Tennis-Spieler erfolgreich Padel spielen will, braucht 3-4 Stunden Umstellungszeit. Mehr Details dazu in unserem Padel vs Tennis Vergleich.

Gratis Download

Padel-Regeln Spickzettel als PDF

Alle wichtigen Regeln kompakt auf einer Seite — perfekt zum Ausdrucken oder fürs Handy. Nimm den Spickzettel mit auf den Court und schlag bei Unsicherheit schnell nach.

  • Aufschlag, Zählweise und Wandregeln auf 1 Seite
  • Druckfertiges PDF — A4-Format
  • Kein Spam — nur gelegentlich Padel-Tipps

Du erhältst eine Bestätigungs-E-Mail (Double-Opt-In). Abmeldung jederzeit möglich.

Mehr zum Thema Padel

Du hast die Regeln verstanden — jetzt geht es ans Spielen. Diese Seiten helfen dir beim nächsten Schritt:

Häufige Fragen zu Padel-Regeln

Was sind die grundlegenden Padel-Regeln?

Padel wird immer im Doppel gespielt (2 gegen 2). Der Aufschlag erfolgt von unten, diagonal in das gegnerische Feld. Die Zählweise ist identisch mit Tennis (15, 30, 40, Spiel). Die Besonderheit: Der Ball darf nach dem Aufprall auf dem Boden von den eigenen Wänden zurückgespielt werden — direkt gegen die gegnerische Wand schlagen ist verboten.

Wie schlägt man im Padel auf?

Du stellst dich hinter die Aufschlaglinie, lässt den Ball fallen (nicht werfen), wartest auf einen Bodenaufprall und schlägst ihn dann unterhalb der Hüfte diagonal in das gegnerische Aufschlagfeld. Du hast zwei Versuche pro Punkt. Doppelfehler = Punkt für den Gegner.

Was ist Golden Point im Padel?

Beim Golden Point wird bei einem Spielstand von 40:40 (Einstand) direkt der entscheidende Punkt gespielt — ohne Vorteilsregel. Das Return-Team darf entscheiden, auf welche Seite aufgeschlagen wird. Diese Variante ist heute auf Profi-Turnieren und im Hobby-Bereich Standard, weil sie Matches kürzer und spannender macht.

Darf ich im Padel gegen die Wand spielen?

Du darfst deine eigenen Wände aktiv nutzen — solange der Ball vorher den Boden berührt hat. Direkt gegen die eigene Wand zu schlagen, ohne vorherigen Bodenkontakt, ist ein Fehler. Die gegnerischen Wände darfst du nie direkt mit dem Ball treffen — der Ball muss erst auf dem gegnerischen Boden aufkommen.

Wie viele Sätze hat ein Padel-Match?

Ein Standard-Match wird im Modus "Best of 3" gespielt — wer zwei Sätze gewinnt, gewinnt das Match. Ein Satz geht bis 6 Spiele mit mindestens 2 Spielen Vorsprung. Bei 6:6 entscheidet ein Tiebreak (auf 7 Punkte mit 2 Punkten Vorsprung). Große Turniere spielen gelegentlich "Best of 5".

Was passiert, wenn der Ball am Netz hängenbleibt?

Berührt der Ball beim Aufschlag das Netz und landet trotzdem regelkonform im Aufschlagfeld, ist es ein "Let" — der Aufschlag wird wiederholt. Bleibt der Ball während eines Ballwechsels im Netz hängen, ist es ein Punkt für das Team, das den Ball nicht geschlagen hat. Berührt ein Spieler oder dessen Schläger das Netz, ist es ein direkter Fehler.

Kann man im Padel auch im Einzel spielen?

Offiziell wird Padel ausschließlich im Doppel gespielt — alle FIP-Regeln gelten für 2 gegen 2. Im Freizeitbereich gibt es selten Einzel-Spiele auf normalen Padel-Courts (mit Anpassungen), aber das ist nicht regelkonform und macht wegen der Court-Größe wenig Sinn. Es gibt allerdings spezielle Single-Padel-Courts (10 × 6 m), die für Einzel-Spiele konzipiert sind.

Wie unterscheidet sich Padel von Tennis?

Der größte Unterschied sind die Wände — sie sind aktiv im Spiel und machen Padel taktisch komplett anders als Tennis. Außerdem: Padel ist nur Doppel, der Court ist kleiner, der Aufschlag erfolgt von unten, die Schläger haben keine Saiten. Die Zählweise ist identisch mit Tennis. Padel ist deutlich einsteigerfreundlicher — die meisten können nach 1-2 Stunden ein flüssiges Match spielen.

Brauche ich einen Schiedsrichter?

Im Hobby- und Vereins-Padel gibt es in der Regel keinen Schiedsrichter. Die Spieler klären strittige Situationen selbst — Faustregel: Im Zweifel den Punkt wiederholen. Bei Turnieren ab einem bestimmten Level kommen Schiedsrichter zum Einsatz, auf Profi-Niveau (FIP, Premier Padel) immer.